Presseberichte im Jahr 2026

Kiwanis-Club Achern-Ortenau auf den Spuren der Astronomie: Ein Abend zwischen Historie und Unendlichkeit

Der Kiwanis-Club Achern-Ortenau tauchte bei seiner jüngsten Exkursion tief in die Geheimnisse des Universums ein. Ziel der durch Club-Mitglieder Martin Doll organisierten Reise war die traditionsreiche Landessternwarte auf dem Heidelberger Königstuhl, wo die Mitglieder zu einer exklusiven astronomischen Führung empfangen wurden. Als fachkundige Begleiterin durch den Nachmittag fungierte Emma Krojanski. Die 20-jährige Abiturientin, die derzeit ihr Freiwilliges Soziales Jahr am Max-Planck-Institut für Astronomie absolviert, verstand es von der ersten Minute an, die Gruppe mit ihrer Begeisterung für die Himmelskunde anzustecken. Während der zweistündigen Tour spannte sie einen weiten Bogen von den mühsamen Anfängen der Forschung vor über einhundert Jahren bis hin zu den bahnbrechenden Entdeckungen der modernen Astrophysik.

Ein besonderer Höhepunkt der Führung war die Besichtigung der historischen Teleskope, die noch heute durch ihre imposante Erscheinung und technische Präzision beeindrucken. Die Gruppe erhielt exklusive Einblicke in das berühmte Bruce-Teleskop, einen Doppelastrografen, der um das Jahr 1900 in Dienst gestellt wurde. Dieses Instrument revolutionierte einst die Astrofotografie: Dank seiner lichtstarken Doppel-Optik konnten Astronomen wie Max Wolf hunderte von Asteroiden und fernen Nebeln entdecken, was Heidelberg weltweit zu einem Zentrum der Himmelskartierung machte. Ebenso faszinierend präsentierte sich das King-Teleskop. Dieses Instrument steht beispielhaft für die feinmechanische Perfektion des frühen 20. Jahrhunderts und diente über Jahrzehnte der präzisen Vermessung von Sternpositionen. Die Mitglieder des Kiwanis-Clubs zeigten sich tief beeindruckt von der Geduld und Akribie, mit der Forscher damals mit diesen hochsensiblen Geräten arbeiteten, lange bevor digitale Sensoren und Supercomputer die Auswertung übernahmen.

Der Abend fand seinen stimmungsvollen Ausklang im benachbarten Berggasthof Königstuhl. Bei guten Gesprächen genossen die Teilnehmer die herrliche Aussicht über die nächtliche Rheinebene, während über ihnen ein bemerkenswert klarer Sternenhimmel funkelte. Die Reflexion über die unvorstellbaren Dimensionen des Alls bot reichlich Stoff für Diskussionen. Der Besuch auf dem Königstuhl unterstrich einmal mehr die Bedeutung von Neugier, wissenschaftlichem Fortschritt und ehrenamtlichem Engagement für die Gesellschaft – Werte, die auch im Zentrum der Arbeit des Kiwanis-Clubs stehen. Die Verbindung aus technischer Historie und dem frischen Impuls durch eine engagierte junge FSJ-Kraft machte diesen Ausflug zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Beteiligten.

Bildunterschrift: Mitglieder des Kiwanis-Club am Bruce-Teleskop

Text: Uta Vogel
Foto: Michael Kosmowski

Bildunterschrift: Mitglieder des Kiwanis-Club auf der Landessternwarte auf dem Heidelberger Königstuhl

Text: Uta Vogel
Foto: Désirée Kistenich

Erfolgreiches Bewerbertraining an der Gemeinschaftsschule Achern und der Sophie-von-Harder-Schule Sasbach

Rund 40 Schülerinnen und Schüler der achten Klassen der Gemeinschaftsschule Achern und der Sophie-von-Harder-Schule in Sasbach hatten kürzlich die Gelegenheit, sich in einem praxisnahen Bewerbertraining auf ihre berufliche Zukunft vorzubereiten. Das Training – seit über 20 Jahren organisiert vom Kiwanis-Club Achern-Ortenau, unterstützt durch Personaler der regionalen Wirtschaft – bot den Jugendlichen wertvolle Einblicke in den Bewerbungsprozess und ermöglichte ihnen, sich in realistischen Bewerbungsgesprächen zu erproben.

Die Vielfalt der Teilnehmenden war beeindruckend: Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen nahmen motiviert und engagiert teil. Manche sind erst seit gut einem Jahr in Deutschland und haben seither nicht nur erstaunliche Deutschkenntnisse erworben, sondern auch eine große Zielstrebigkeit entwickelt, andere hingegen zeigten sich eher zurückhaltend, verschlossen und reserviert. Eine junge Schülerin begeisterte mit ihrem sympathischen Auftreten und ihrem einnehmenden Wesen, ein junger Mann hat sich gleich eine Praktikumsstelle gesichert. Das ist nur möglich, weil sich Unternehmen aus der Region bereit erklärt haben, die Bewerbungsgespräche an einem Samstag zu führen und dabei die jungen Menschen persönlich kennenlernen konnten.

Trotz unterschiedlicher Herkunft und Religionen verbindet die Jugendlichen ein respektvolles Miteinander. Sie begegnen sich mit Offenheit und Toleranz. Doch nicht alle erhalten von zu Hause den nötigen Rückhalt bei ihrer beruflichen Orientierung. Umso wertvoller ist es, dass sich ihre Lehrkräfte mit viel Engagement – auch über den Unterricht hinaus – für sie einsetzen.

Während der Bewerbungsgespräche erhielten die Schülerinnen und Schüler ehrliches Feedback zu ihrem Auftreten, ihrer Bewerbungsmappe sowie zu ihren Stärken, Interessen und Hobbys. Ziel war es, ihr Selbstbewusstsein zu stärken, neue Perspektiven ihrer berufliche Zukunft aufzuzeigen und sie zu ermutigen, ihr Leben eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen. Die allermeisten kamen mit einem Lächeln und gestärkt aus den Gesprächen.

Uta Vogel dankte als Organisatorin folgenden Personalern/Interviewern: Dieter Baier, Baier, Renchen-Ulm, Ell Nathalie, Bimmerle Achern, Stephan Hess, Stopa Gamshurst, Noemi Hummel, Certara Evidence & Access Achern, Stefanie Sester, Fischer Groupe Fautenbach, Mathias Müller, J. Schneider Elektrotechnik Offenburg und Ulrike Vogt, TÜV Süd und engagierten Kiwaniern für die Durchführung der Eignungstests, den Lehrer*innen für ihr außergewöhnliches Engagement und Sabine Riehle und Florian Bischkopf für die hervorragende Organisation der Veranstaltung, „Viele dieser Jugendlichen brauchen mehr als nur Unterricht – sie brauchen Orientierung, Ermutigung und echte Chancen. Genau hier möchte Kiwanis ansetzen.“